Zurück zum Blog
    11. Mai 2026

    20 Jahre Photovoltaik: Was tun, wenn die Einspeisevergütung nach dem EEG ausläuft?

    Nach zwei Jahrzehnten endet für viele Pioniere der Solartechnik die feste Einspeisevergütung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Eigenverbrauch, Repowering und fachgerechtem Recycling das Beste aus Ihrer Altanlage herausholen.

    20 Jahre Photovoltaik: Was tun, wenn die Einspeisevergütung nach dem EEG ausläuft?

    Die Ära der Pionier-Anlagen geht zu Ende: Ihre Optionen nach 20 Jahren

    Für viele Hausbesitzer in Deutschland markiert das Jahr 2024 oder die kommenden Jahre einen Wendepunkt: Die Solarstromanlage auf dem Dach erreicht das Ende des 20-jährigen Förderzeitraums durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Was einst als solide Investition mit attraktiven, festgeschriebenen Einspeisevergütungen begann, stellt Betreiber nun vor die Frage: Was passiert mit der alten PV-Anlage?

    Als Experten für Solartechnik bei SMB Solartechnik begleiten wir Sie durch diesen Übergang. In diesem Artikel erfahren Sie, welche wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten Sie haben, wenn Ihre Anlage aus der Förderung fällt.


    Warum die Förderung endet

    Das EEG wurde zur Jahrtausendwende eingeführt, um den Ausbau erneuerbarer Energien massiv anzukurbeln. Damals garantierte der Staat den Betreibern über einen Zeitraum von 20 Jahren plus das restliche Jahr der Inbetriebnahme eine feste Vergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde (kWh). Für Anlagen aus den Jahren 2000 bis 2004 lag diese oft bei über 40 oder sogar 50 Cent pro kWh.

    Nach Ablauf dieser 20 Jahre fällt diese garantierte Summe weg. Zwar gibt es Anschlussregelungen für den sogenannten „ausgeförderten Strom“ (den Marktwert abzüglich Vermarktungskosten), doch dieser liegt meist nur im Bereich von wenigen Cent pro kWh. Ein Weiterbetrieb wie bisher ist daher meist wirtschaftlich nicht mehr attraktiv.

    Option 1: Volleinspeisung auf Eigenverbrauch umstellen

    Die meisten Altanlagen waren auf die „Volleinspeisung“ ausgelegt. Das bedeutet, der gesamte erzeugte Strom floss direkt ins öffentliche Netz. Da die Stromkosten für Haushalte heute deutlich über dem Marktwert für Solarstrom liegen, ist die Umstellung auf Eigenverbrauch die sinnvollste erste Maßnahme.

    Durch eine technische Umrüstung im Zählerschrank nutzen Sie den selbst produzierten Strom zuerst im eigenen Haushalt. Nur der Überschuss wird noch gegen die geringe Restvergütung eingespeist. Jede Kilowattstunde, die Sie nicht teuer vom Energieversorger einkaufen müssen, spart Ihnen bares Geld.

    Option 2: Repowering – Die Anlage technologisch erneuern

    Ein zentraler Begriff in der modernen Solartechnik ist das Repowering. Darunter versteht man den Austausch alter Komponenten gegen neue, leistungsfähigere Bauteile.

    Nach 20 Jahren haben Solarmodule zwar oft noch eine Funktionsgarantie, aber ihr Wirkungsgrad ist im Vergleich zu modernen Modulen deutlich geringer. Während Module um das Jahr 2004 oft nur eine Leistung von 150 bis 180 Watt-Peak (Wp) hatten, erreichen heutige Standardmodule problemlos 430 Wp und mehr.

    Vorteile des Repowering:

    • Höherer Ertrag: Auf der gleichen Dachfläche können Sie oft die doppelte oder dreifache Energiemenge erzeugen.
    • Sicherheit: Neue Wechselrichter sind effizienter, verfügen über modernes Monitoring und erfüllen die aktuellen Sicherheitsstandards.
    • Speichernachrüstung: Ein modernes System lässt sich wesentlich einfacher mit einem Batteriespeicher kombinieren, um den Eigenverbrauchsanteil auf bis zu 80 % zu steigern.

    Option 3: Alte Module recyceln – Nachhaltigkeit zu Ende denken

    Wenn Sie sich im Zuge eines Repowerings für neue Module entscheiden, stellt sich die Frage: Wohin mit der alten Hardware? Hier ist es wichtig, alte Module fachgerecht zu recyceln.

    Photovoltaik-Module bestehen zu einem Großteil aus Glas, Aluminium und Silizium – Rohstoffe, die wertvoll sind und fast vollständig zurückgewonnen werden können. Als Fachbetrieb sorgt SMB Solartechnik dafür, dass Ihre Altanlagen nicht auf dem Sperrmüll landen, sondern über spezialisierte Rücknahmesysteme dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Dies ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern Teil unserer ökologischen Verantwortung als Akteure der Energiewende.

    Wirtschaftlichkeits-Check: Lohnt sich der Weiterbetrieb?

    Ob Sie Ihre Anlage unverändert weiterlaufen lassen oder in ein Repowering investieren, hängt von mehreren Faktoren ab:

    1. Zustand der Unterkonstruktion: Ist das Montagesystem noch stabil und rostfrei?
    2. Dachzustand: Muss das Dach eventuell in den nächsten 5-10 Jahren saniert werden? Dann ist jetzt der ideale Zeitpunkt für eine Modernisierung des Gesamtsystems.
    3. Energiebedarf: Hat sich Ihr Strombedarf durch ein E-Auto oder eine Wärmepumpe erhöht? Dann reicht die alte Anlage oft nicht mehr aus.

    In den meisten Fällen ist ein vollständiger Austausch der Module und des Wechselrichters langfristig die wirtschaftlichste Lösung. Die Installationskosten sind heute relativ geringer als vor 20 Jahren, während die Leistungsfähigkeit der Technik massiv gestiegen ist.

    Fazit: Die Energiewende geht in die zweite Runde

    Das Ende der EEG-Förderung ist kein Grund zur Sorge, sondern eine Chance. Durch Repowering und die Umstellung auf Eigenverbrauch transformieren Sie Ihr Haus von einer reinen „Einspeise-Station“ in ein modernes, autarkes Energiesystem.

    Wir bei SMB Solartechnik unterstützen Sie dabei, Ihre Altanlage zu bewerten, neue Konzepte zu planen und alte Module fachgerecht zu recyceln. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Ihr Dach auch in den nächsten 20 Jahren einen maximalen Beitrag zu Ihrem Geldbeutel und zum Klimaschutz leistet.

    Haben Sie eine Anlage, die demnächst aus der Förderung läuft? Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung!